Geschichte

Geschichte des Gasthauses “Zum Eselskrug”
 
Nach der Überlieferung war die älteste Gastwirtschaft der Stadt eine Schmugglerkneipe. Am wichtigsten Verkehrspunkt der Stadt, vor dem Westerntor gelegen, kreuzten hier die Straßen durch und über den Harz. Regelmäßig kehrten hier die Korntreiber aus Veckenstedt, mit Eseln vor ihren Wagen, die aus der Veckenstedter Eselszucht stammten, ein. Ebenso Bauern, welche Holz und Papier von Hasserode nach Niedersachsen auf ihren Eseln transportierten. Zurück schmuggelten sie Salz, da Preußen Salzsteuer erhob, Hannover dagegen nicht. Nachdem die Grenze erfolgreich überschritten war, kehrten sie im Krug ein, wo auf die überstandenen Gefahren “einige” gehoben wurden, bevor sie am nächsten Morgen das Stadttor passieren konnten.

Westerntor                                                                                 
 
1795
 
erscheint archivarisch genau erst mal der noch namens- und gaststättenlose Eselskrug, aber als schon länger vorhanden genannt.
 
1797
 
kaufte der ehemalige Hofmeister vom Vorwerk Charlottenlust und Rademacher, Johann Friedrich Bollmann, vor dem Westerntor einen Garten mit Gartenhaus.
 
1799
 
erfolgt der Umbau zu einer Raststätte an der durch den Harz von Nordhausen her führenden Straße, die aber bedeutender zu den Bergwerkstädten Andreasberg und Lauterberg abzweigte, um mit deren Erzen die Hütten von Wernigerode zu versorgen.
 
 
1830
 
am 22. Mai starb Johann Friedrich Bollmann im Alter von 75 Jahren. Da er keinen Sohn, nur drei Töchter hatte, deren Ehemänner sich nicht für das Schankgewerbe interessierten, führte zunächst seine Witwe die Gastwirtschaft weiter. Als Lucie Elisabeth Bollmann 77 Jahre alt war, sah sie sich angesichts ihres hohen Alters nicht mehr in der Lage, die Gastwirtschaft weiterhin zur vollen Zufriedenheit ihrer Gäste zu betreiben. 

Gasthaus
 
1833
 
fand sie in Ernst Krebs aus Osterwieck einen Pächter, der die Leitung der Wirtschaft ab 29. September übernehmen wollte. Doch das Entsetzen war groß, als der Regierungs- und Polizeirat Stiehler den Weiterbetrieb der “Drei Linden” verbot. Es bedurfte langwieriger Auseinandersetzungen, bis die Wirtschaft unter dem noch heute üblichen Namen  „Zum Eselskrug” wiedereröffnet werden durfte.

Gasthaus
 
1836
 
starb Lucie Elisabeth Bollmann und das Haus kam bei einer Versteigerung in den Besitz der Familie Zeisberg. Das Grundstück wurde lange Zeit an den benachbarten Gartenbaubetrieb des Gärtners Brecht verpachtet und das Haus vermietet. Die Gastwirtschaft hatte aufgehört, nur der Name dauerte an. 1886 richtete sich hier eine Käserei ein. In den folgenden Jahren wird das Grundstück zu verschiedenen anderen Geschäften genutzt.

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